
Wie man Infrarotheizungen im Badezimmer wirklich sicher macht Die Verwendung einer Infrarotheizung im Badezimmer bedeutet im Grunde einen Kampf gegen Dampf. Wasserdampf ist ein gefährlicher Faktor – er leitet Elektrizität sehr gut weiter. Wenn die Isolierung nicht ausreichend ist, können Kurzschlüsse auftreten. Um Sicherheit zu gewährleisten, setzen wir auf drei verschiedene Schutzmechanismen. Erstens müssen wir die Feuchtigkeit bereits dort stoppen, wo sie entsteht. Wir verwenden hochwertiges Quarzglas für die Heizelemente – dieses leitet nämlich keine Elektrizität. Doch die eigentliche Gefahr liegt dort, wo die Drähte mit dem Glas in Berührung kommen. Deshalb verschließen wir diese Stellen mit Hochtemperatur-Silikon oder Keramikmaterialien. Stellen Sie sich das wie eine wasserdichte Abdeckung auf einem U-Boot vor. Wenn diese Abdeckung nicht fest genug ist, kann Dampf in die Drähte eindringen und die Lampe schneller zerstören, als es eigentlich möglich wäre. Dann gibt es noch die Hülle der Heizung. Eine einfache Lampe reicht hier nicht aus. Man benötigt eine geeignete Hülle – meistens von der Schutzart IP44. Falls die Heizung direkt neben der Dusche steht, sollte die Schutzart IP65 gewählt werden. Wir verwenden Hüllen mit hochwertigen Dichtungen, um Wasser fernzuhalten. Und vergessen Sie nicht: Die Hülle muss fest mit einer Erdung verbunden sein. So wird der Strom sofort unterbrochen, falls ein Draht beschädigt wird oder die Dichtung versagt – anstatt dass die Metallhülle zu einem Leitungskörper wird. Und schließlich: Der GFCI. Selbst bei perfekter Konstruktion muss die Heizung über einen GFCI angeschlossen werden. Die Luftfeuchtigkeit ändert sich jedes Mal, wenn man duscht. Der GFCI überwacht ständig das Gleichgewicht zwischen den Plus- und Nullleitungen. Sobald er einen kleinsten Stromfluss feststellt – selbst nur 5 mA – unterbricht er sofort den Stromfluss. Eines noch: Übertriebene Abdichtung ist kontraproduktiv. Wenn man die Heizung zu fest abdichtet, hat die Wärme keinen Weg mehr heraus. Man muss den richtigen Kompromiss finden – zwischen dem Ausschluss von Wasser und dem Durchlassen von Luft für die elektronischen Bauteile. Wenn der Luftstrom vollständig blockiert wird, können die Kondensatoren auf der Steuerplatine beschädigt werden – und die gesamte Anlage geht kaputt.